Zyklusvorlesung "Sinnesphysiologie - vom Ionenkanal zum Verhalten"

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Schmerz
I. Nozizeptoren - die Schmerzsinneszellen
II. Schmerzsignale im Rückenmark und Gehirn


Themen:

Zusammenfassung
 
  • Nozizeptoren haben sensorische Endigungen und bilden Synapsen im Hinterhorn des Rückenmarks
  • Myelinisierte Ad-Fasern leiten den ersten Schmerz, nicht-myelinisierte C-Fasern den zweiten Schmerz.
  • Viele Nozizeptoren sind polymodal. Sie reagieren auf Hitze, auf mechanische und auf chemische Reize.
  • Die sensorischen Endigungen sind mit unterschiedlichen Transduktionskanälen ausgestattet.
  • Durch Peptidsekretion erhöhen die sensorischen Endigungen Durchmesser und Permeabilität von Blutgefäßen.
  • Die Bestandteile der „Entzündungssuppe“ erhöhen die Empfindlichkeit der Nozizeptoren.
  • Hyperalgesie ist die Sensibilisierung von Nozizeptoren für hochschwellige Reize. Allodynie ist eine schmerzhafte Empfindung niedrigschwelliger Reize. Neuropathien entstehen bei Beschädigungen des nozizeptiven Systems.

 

Stephan Frings, Uni Heidelberg,        Abt. Molekulare Physiologie                   Oktober 2008                   s.frings@zoo.uni-heidelberg.de