Capsaicin, der scharf-schmeckende Bestandteil von Paprika und Chili-Früchten, ist ein chemischer
Agonist von Warmsensoren. Bei Kontakt von Capsaicin mit den sensorischen Endigungen der Sinneszellen
wird deshalb eine starke Wärmeempfindung (Hitzeschmerz) ausgelöst. Für die Pflanzen bietet Capsaicin
damit einen gewissen Schutz gegen Fraßfeinde (Vögel, die für die Verbreitung des Pflanzensamens
gebraucht werden, sind Capsaicin-unempfindlich).
Capsaicin hat die Identifizierung des wärmeempfindlichen Rezeptors in den Warmsensoren ermöglicht:
Ionenkanäle, die von dem Protein TRPV1 gebildet werden, können sowohl durch Erwärmung als auch durch
Capsaicin geöffnet werden. Diese Kanäle leiten einen Kationenstrom in die sensorischen Endigungen der
Warmsensoren und lösen so die elektrische Erregung aus.
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