Der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter im Gehirn ist gamma-Amino-Buttersäure (GABA).
GABA wird in inhibitorischen Synapsen ausgeschüttet und bindet an Rezeptoren in der postsynaptischen Membran
der Zielzelle. Dabei sind GABAA- und GABAC-Rezeptoren ionotrop: Es sind liganden-gesteuerte
Ionenkanäle. Bei Bindung von GABA öffnen sie einen Chloridkanal. Da in den meisten Neuronen die intrazelluläre
Chloridkonzentration niedrig gehalten wird (ca 10 mM), treibt ein chemischer Gradient Cl von aussen (ca 150 mM Cl)
in die Zelle. Dieser Anioneneinstrom verhindert die Depolarisation, die für das Auslösen von Aktionspotentialen
notwendig wäre. Auf diese Weise reduziert GABA die elektrische Erregbarkeit von Neuronen.
GABA-Rezeptoren sind im gesamten Gehirn exprimiert. Besonders hohe Rezeptor-Dichten findet man in Bereichen, die mit
dem psychischen Befinden in Zusammenhang stehen: den Komponenten des limbischen Systems. Die
angstlösende Wirkung von Benzodiazepinen (Diazepam, Valium, Librium, etc) ist darauf zurückzuführen, dass die Pharmaka
die Bindung von GABA an GABA-Rezeptoren fördert. Die so verstärkte Aktivität inhibitorischer Synapsen kann
übermäßige Erregung (durch glutamaterge Synapsen) der stimmungsrelevanten neuronalen Netzwerke im limbischen System
ausgleichen.
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