| Themen: |
|
|
|
Links: Der Dehnungszustand von Skelettmuskeln wird von spezialisierten Muskelfasern, den Muskelspindeln, gemessen.
Bei Dehnung schicken die Muskelspindeln über afferente Fasern (blau) ein Signal an das
Rückenmark. Dort wird das Signal auf Motoneurone (rot) weitergegeben, die eine Kontraktion
auslösen und damit die Muskellänge wider auf den Sollwert zurückführen. Dieser Dehnungsreflex
entspricht einer Halteregelung: er sorgt für die Stabilisierung der idealen Vordehnung des
Muskels.
Rechts: Aufbau der Muskelspindeln. Zwei Arten von Muskelspindeln kontrollieren die Muskelehnung: die kleineren Kernkettenfasern, die vor allem die statische Regulation (Halteregelung) des Muskels vermitteln, und die größeren Kernsackfasern, die außerdem der Kontrolle der Muskeldehnung bei Bewegungen dienen. Beide Spindeln sind im mittleren Bereich von sensorischen Nervenendigungen umwickelt. Bei Dehnung werden diese Neurone aktiviert und leiten das sensorische Signal zum Rückenmark. Neben den sensorischen Nervenfasern (Ia und II) werden die Spindeln auch von Motoneuronen (g-Fasern) innerviert. Diese Neurone kontrollieren die Kontraktion der Muskelspindeln und ermöglichen damit die Folgeregelung während der Bewegung. Nach: Schmidt, R.F. & Thews, G. (1997) Physiologie des Menschen Springer Verlag, Berlin |